Exkurs „Umbrella“-Struktur

Grundlagen

Begriff

Der Begriff „Umbrella“ ist englisch und bedeutet in Deutsch „Schirm“, „Regenschirm“. Als „Umbrella“-Fonds werden Finanzinstrumente bezeichnet, die aus mehreren Sub- oder Teilfonds bestehen. Es werden dementsprechend mehrere Sub-Fonds geführt, in die einzeln investiert wird.

Charakteristika

Der Vertragliche Anlagefonds kann in Teilvermögen unterteilt werden (= „Umbrella“-Struktur).

Vorteile

  • Flexibilität
  • Anpassung an aktuelle Währungs- und Marktbedingungen
  • Spezielle, bedürfnisgerechte Anlage-Zusammensetzung
    • Sub-Fonds investiert in Währungen
    • Sub-Fonds investiert in Schweizeraktien
    • Sub-Fonds investiert in internationale Aktien
    • Sub-Fonds investiert in Aktien bestimmter Wirtschaftsregionen oder Branchen

Genehmigungsbedürftigkeit

Jede Teilvermögensstruktur muss separat von der Aufsichtsbehörde (AB) genehmigt werden [vgl. KAG 15 Abs. 2 und KAG 92]

Mindestvermögens-Vorschriften

  • Massgeblichkeit von KKV 35

Beschränkte Teilhabe der Anleger nur am betreffenden Teilvermögen

  • Die Anleger sind nur an Vermögen und Ertrag des sie betreffenden Teilvermögens beteiligt [vgl. KAG 93 Abs. 1]
  • Interne Haftung jeden Teilvermögens für eigene Verbindlichkeiten [vgl. KAG 93 Abs. 2]

Anlagebeschränkungen und –techniken

  • gelten für jedes Teilvermögen [vgl. KKV 100]

Buchführung, Bewertung und Rechenschaftsablage sowie Publikationsvorschriften

  • gelten für jedes Teilvermögen [vgl. KKV-finma 54]
  • Jahres- und Halbjahresbericht bzw. -abschluss
    • identische Rechnungsperioden
    • Abschluss des Rechnungsjahres am gleichen Datum

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